Nachttanzdemo in Darmstadt am 14.Mai
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Die Ausrichtung aller Lebensbereiche auf ihre marktwirtschaftliche Verwertbarkeit verschärft sich. Flankiert wird diese Entwicklung durch autoritäre Maßnahmen und die Kriminalisierung sozialer Widerstände. Stechuhren, Hartz IV, Ausbildungsplatzmangel, Exzellenzinitiativen, Selektion an Schulen und Hochschulen, Abschiebungen und „blue cards“ nur für „hochqualifizierte“ Migrant_innen, all das sind nur einige Kennzeichen einer ausgrenzenden Gesellschaft. Einer Gesellschaft, in der nicht die Menschen und ihre Bedürfnisse, sondern ihre Verwertbarkeit im Mittelpunkt steht.
Die Bildungsproteste im vergangenen Jahr haben vielfältige Probleme im Bildungssystem zur Diskussion gestellt,. Sie haben einen sozialen Konflikt erkennen lassen. Oder : Und einen sozialen Konflikt klar erkennbar gemacht.
Auch in vielen anderen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kommt es immer öfter zu sozialen Konflikten. Arbeiter_innen, Azubis, Schüler_innen, Studierende, von Abschiebung Bedrohte, Erwerbslose und andere gehen auf die Straße. Dabei verweisen all diese Proteste auf die Möglichkeit einer gemeinsamen Forderung:
Die gesellschaftlichen Verhältnisse haben sich nach den Menschen zu richten, nicht nach Profitinteressen. Die Organisierung der Gesellschaft muss von den Menschen selbst bestimmt sein.
Um wirklich etwas zu verändern, müssen wir genau dies als gemeinsames Ziel formulieren und erkämpfen!
Dabei ist uns klar, dass der Kampf für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche immer den Kampf gegen Herrschaft an sich beinhalten muss. Beispielsweise sind Sexismus, Rassismus und Ageism zwar historisch untrennbar mit den gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen verwoben, jedoch auch nach der radikalen Demokratisierung aller Lebensbereiche weiter denkbar.
Statt den kürzenden, ausschließenden, überwachenden Staat um Hilfe zurufen, müssen wir gemeinsam auf die Straße gehen und dafür kämpfen, dass die Schule unsere Schule, die Hochschule die Hochschule aller, die gesellschaftliche Produktion nach den Bedürfnissen aller – das Leben, ein selbstbestimmtes Leben sein soll.
Mit der Nachttanzdemo am 14.05. in Darmstadt wollen wir diese Gedanken Wirklichkeit werden lassen. Statt uns auf tristen Straßen dem Fortbewegungszwang zu unterwerfen, wollen wir einen Freiraum schaffen, in dem all unsere Gedanken, Utopien und Träume Platz haben und wir sie zur Realität werden lassen. Lasst uns gemeinsam solidarisch diesen Freiraum verwirklichen!
Für freie Bildung und ein selbstbestimmtes Leben! Unser Leben in unsere Hände! Für die radikale Demokratisierung aller Lebensbereiche!
Für ein Campus Camp wird gesorgt sein!
Komitee für freie Bildung
AStA TU Darmstadt
AStA Hochschule Darmstadt
darmstadt.bildungsstreik.net
Montag, 15.03.2010 Demonstration zum „Tag gegen Polizeibrutalität“
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Beginn und Treffpunkt: 12.00 Berliner Platz (voraussichtliches Ende 13.15)
Lokaler Hintergrund dieser Demonstration: Am selben Tag, 13.30 Uhr findet
im Amtsgericht der zweite Prozesstermin gegen einen Schüler statt. Er
wurde im Rahmen einer Schülerdemonstration im Juni 2009 in Gießen
vorübergehend festgenommen. Der Vorwurf lautet auf, „Öffentliche
Aufforderung zuStraftaten“ (§ 111 StGB). Den Hintergrund beschreibt die
Solidaritätsgruppe um den Betroffenen folgendermaßen:
„Am 16.06.2009 fand in Gießen eine Demonstration im Rahmen des
bundesweiten Bildungsstreiks statt, die im Nachhinein für ein großes mediales
Echo gesorgt hatte. Die anfangs -auf Grund geringer Polizeipräsenz- friedliche
Demonstration endete durch gewaltsame Polizeiübergriffe, dessen Ende die
Festnahme eines Bildungsstreikaktivisten vor dem Neustädter Tor darstellte.
Dabei leugnet es auch die Gießener Polizei nicht, dass die Festnahme
„unter Einsatz körperlicher Gewalt“ durchgeführt wurde. Dem Angeklagten
wird die „öffentliche Aufforderung zu Straftaten“ (§111 StGB) vorgeworfen.
Doch die vermeintliche Aussage des Angeklagten, sich in die Galerie zu
begeben um dort alles „kurz und klein zu schlagen“, wie sie von
verschiedenen Zeitungen veröffentlicht wurde, wird selbst auch durch
einige Polizeizeugen widerlegt, die jedoch bewusst nicht zu der
Verhandlung eingeladen werden. Dass es der Polizei an dem Tag der
Festnahme nur darum ging, ein „schwarzes Schaf“ zu kreieren, mit
dessen Hilfe man die gewalttätigen Übergriffe im Vorhinein
legitimieren kann, ist unserer Meinung nach ersichtlich. “
Aufruf 2010
Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau
Wir rufen alle Bildungsstreikbündnisse und Unterstützer_innen dazu auf, die Bildungsproteste in diesem Jahr mit neuen Aktionen auszuweiten.
Im vergangenen Sommer demonstrierten in über 100 Städten 270.000 Menschen, v.a. Schüler_innen, Studierende, Auszubildende, Erwerbstätige, Erwerbslose und Gewerkschafter_innen, gemeinsam gegen die unzumutbaren Zustände im Bildungssystem. Nicht nur in Europa, sondern auch auf allen anderen Kontinenten der Welt gab es Bildungsproteste. Schließlich wurden allein in Deutschland im Herbst über 80 Bildungseinrichtungen besetzt, an einem dezentralen Aktionstag waren über 85.000 Menschen auf der Straße.
Trotz großer Aufmerksamkeit und kleiner Zugeständnisse hat sich nichts geändert – unsere zentralen Forderungen und Ziele wurden nicht erreicht. Im Gegenteil: Das Bildungssystem wird genau wie andere gesellschaftliche Bereiche weiter nach wettbewerbsorientierten Kriterien ausgerichtet und immer stärker ökonomisiert. Dagegen werden wir im Jahr 2010 Bildungsproteste organisieren, in denen vielfältige Aktionsformen (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen etc.) ihren Platz finden.
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Übersicht internationaler Bildungskämpfe 2009
Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau
Der untenstehende Link zeigt eine internationale Übersicht der Bildungskämpfe 2009. Ereignisse aus 52 Ländern auf 5 Kontinenten, wobei für Vollständigkeit natürlich nicht garantiert wird.
Link: Chronik 2009
Dies sollte uns allen zeigen, das Bildung kein Problem nationaler Reformen darstellt, sondern in einem weitläufigeren Kontext betrachtet werden muss. Gleichzeitig können wir angesichts des Umfangs voller Mut und Zuversicht in diesem Jahr nach vorne blicken und uns sicher sein, dass die Proteste nicht mit Sylvester aufgehört haben.
Offenes Treffen
Veröffentlicht von bildungsstreik wetterau
Am Mittwoch den 27.1. gibt es um 20 Uhr in dem AWO-Büro in Friedberg ein Treffen zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.
Wir wollen hier unsere Handlungsmöglichkeiten erörtern und einen groben Fahrplan für das Jahr 2010 erstellen.

